Quartier Bayerischer Platz e.V.
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Veranstaltungsreihe "Wir sind Nachbarn"

Eine jüdische Familiengeschichte -                 Stralsund und Berlin-Schöneberg

Über die historischen Recherchen ihres mittelalterlichen Stadthauses in Stralsund ist die Cellistin           Friederike Fechner auf die frühere Eigentümerschaft einer jüdischen Lederwarenhandelsfamilie gestoßen, die im Juni 1938 nach Berlin-Schöneberg floh. Ein Teil der Familie lebte vorübergehend am Bayerischen Platz. Die Nachkommen, die nichts von einander wussten, hat sie wieder zusammen geführt.

Frau Fechner zeigt uns einen Film und berichtet von ihrer aufwendigen Recherche zu Namen, Schicksalen und Geschichten der weitverzweigten Familie Blach.

Wann: Montag, den 26. Februar um 19 Uhr im Cafe Haberland

Veranstaltungsreihe "Wir sind Nachbarn"

Einladung zu unserem traditionellen Singen am Chanukkaleuchter und am Weihnachtsbaum

Wir laden alle kleinen und großen Sängerinnen und Sänger aus der Nachbarschaft ein zum gemeinsamen Singen am Chanukka-Leuchter und am Weihnachtsbaum. Gerade jetzt ist es wichtig, Jüdisches Leben und Traditionen sichtbar zu machen und unsere Solidarität zu zeigen.

Stimmgewaltige Unterstützung bekommen wir vom GofenbergChor, vom Schulchor der Löcknitz-Grundschule und von der Kirche zum Heilsbronnen.

Nach dem Singen laden wir zu Pfannkuchen, Punsch und Glühwein ein.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Chabbad-Gemeinde und dem Projekt "Gemeinsam in Tempelhof-Schöneberg - Demokratie Leben" statt.

Wann: Am Mittwoch, den 13. Dezember um 18 Uhr auf der Grünfläche am Bayerischen Platz.

Wir freuen uns über rege Beteiligung!

 

Veranstaltungsreihe "Wir sind Nachbarn"

Zwangsräume in der Nachbarschaft

Am 30. April 1939 erließ das NS-Regime das " Gesetz über Mietverhältnisse mit  Juden", das jüdischen Mietern und Vermietern sämtliche Rechte und Wohnsicherheit nahm. Das Gesetz schuf die rechtliche Grundlage für die Konzentration von Jüdinnen und Juden in sogenannten „Judenhäusern“ und die Enteignung jüdischen Eigentums Fast die Hälfte der jüdischen Bevölkerung Berlins mussten ihre Wohnungen verlassen und in Judenhäuser umziehen. Zumeist waren die Zwangswohnungen der letzte Wohnort vor ihrer Deportation und Ermordung.

Unser Weg führt uns am Dienstag, den 31. Oktober zu einigen Zwangsräumen in unserer Nachbarschaft und wir erfahren von  Hausbewohnern mehr über die Geschichte des Hauses und der damaligen Jüdischen Bewohner.

Wir starten um 14 Uhr in der Apostel Paulus Str. 19, am "Klingelschild" des Denkmals Orte des Erinnerns.

Nach einer kurzen Einführung besuchen wir die Berchtesgadener Strasse 37, die Traunsteiner Strasse 6,8,und 10 , die Bamberger Strasse 55 und die Treuchtlinger Strasse 4.

Die Veranstaltung ist für 2 Stunden geplant. Sie findet in Kooperation mit dem Aktiven Museum e.V. und der Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin statt, die jüngst die Online-Ausstellung "Zwangsräume", Antisemitische Wohnungspolitik in Berlin 1933-1945 der Öffentlichkeit übergeben haben . Der RBB wird uns auf unserem Rundgang begleiten.

Wir bitten um Anmeldung unter 0152 - 28607872 Sofia Hankel, bei starkem Regen wird die Veranstaltung verschoben.

Monatlicher Stammtisch an jedem 1. Montag im Monat

Wir laden Nachbarinnen und Nachbarn zu unserem monatlichen Stammtisch ein, der jeden 1. Montag im Monat ab 19 Uhr im Cafe Haberland stattfindet. Wir treffen uns in ungezwungener Runde zum Gespräch und zum Austausch und bieten die Möglichkeit, die Nachbarschaft kennen zu lernen.und Kontakte zu knüpfen.

Die nächsten Stammtisch-Treffen finden am 3. Juli und am 7. August statt, wir freuen uns auf die Nachbarschaft!

Nachbarn helfen Nachbarn

 

Liebe Mitglieder im Verein Quartier Bayerischer Platz,

liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

auch nach der Corona-Krise bieten wir unsere Nachbarschaftshilfe weiterhin an. Wenn Sie Unterstützung beim Einkauf, Begleitung zu einem Termin oder auf einen Spaziergang möchten, wenn Sie einen Gesprächspartner, eine Gesprächspartnerin suchen, helfen wir gerne.

Der Verein Quartier Bayerischer Platz bietet an, Hilfsangebote und Nachfragen aufzunehmen, sie zusammenzuführen und die Kontakte zwischen Beiden herzustellen.

Schreiben Sie uns bitte eine E-Mail mit Namen, Adresse und Telefonnummer, wenn Sie eine Hilfe nutzen oder eine Unterstützung anbieten möchten.

Unsere E-Mailadresse lautet: info[at]quartierbayerischerplatz.de, telefonisch sind wir Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr unter 23607503 zu erreichen.

Scheuen Sie sich nicht, um eine kleine Gefälligkeit zu bitten, die eine große Hilfe für Sie bedeuten kann - wir bieten Nachbarschaft!.

Herzliche Grüße

Vorstand des Vereins Quartier Bayerischer Platz e.V.

 

 

Eine App gegen das Vergessen

Jetzt ist sie fertig, die App für eins der eindringlichsten Denkmäler Berlins, den 80 Schildern  "Orte des Erinnerns" im Bayerischen Viertel,  entworfen und installiert von den beiden Künstlern Renata Stih und Frieder Schnock im Jahr 1993.

Die Textseiten zeigen Kurzfassungen nationalsozialistischer Gesetze und Verordnungen, mit denen schrittweise die Entrechtung der Juden in Berlin vorangetrieben wurde.

Die Tafeln mit Motiven und Texten an den Laternenpfählen gehören für uns Bewohnerinnen und Bewohner des Bayerischen Viertels zum Alltag, konfrontieren uns aber täglich mit Repressionen und Entrechtung der jüdischen Mitbewohner und halten damit die Erinnerung an den Holocaust wach.

Die App eröffnet neue Möglichkeiten vor Ort, aber natürlich auch ortsunabhängig,  SchülerInnen, Studierenden und Interessierten im In- und Ausland dieses einzigartige Projekt näher zu bringen und einen wichtigen Beitrag gegen wieder aufkeimenden Antisemitismus und Rassismus zu leisten.

Bisher gibt es die App in vier Sprachen, Deutsch, Englisch, Französisch und Hebräisch - weitere Sprachen sind in Arbeit.